Befund: Unauffällig
Lena sucht einen Namen für das, was ihren Körper verändert. Je unauffälliger die Befunde bleiben, desto lauter wird die Frage, wem sie noch glauben darf.
Wahrnehmung ist bei Nachklang kein bloßes Sinnesthema. Sie entscheidet darüber, wem eine Figur glaubt, wie sie ihren Körper versteht, was sie erinnert und wie nah ihr andere Menschen kommen dürfen. Diese Sammlung bündelt Kurzhörspiele, in denen Wirklichkeit nicht einfach gegeben ist, sondern tastend geprüft wird.
Lena sucht einen Namen für das, was ihren Körper verändert. Je unauffälliger die Befunde bleiben, desto lauter wird die Frage, wem sie noch glauben darf.
Zwei Stimmen sprechen den Hörer direkt an. Intim, vorsichtig, fehlerhaft und warm. Ein Versuch von Nähe, die sich ihrer eigenen Gefahr bewusst bleibt.
In einer Prager Uhrmacherwerkstatt spielt ein alter Schachautomat weiter, als hätte er etwas begriffen. Eine KI-Entwicklerin sucht den Fehler und findet eine Frage.
Jeden Morgen schreibt Gerold auf einer Parkbank über das schlafende Viertel. Seine Beobachtungen sind Liebesdienst, Flucht und ein letzter Halt zugleich.
Manchmal reicht ein Augenblick, und die Welt wird weicher. Eine leise, verspielte Begegnung über Nähe, Aufmerksamkeit und das ungewohnte Gefühl, nicht ausweichen zu müssen.
Jens Berger wird erzählt, obwohl er nur in Ruhe gelassen werden will. Zwischen trockenem Kommentar und echtem Leben beginnt er, seiner Geschichte zu widersprechen.
Cora archiviert Gerüche, Farben und Berührungen für ein zukünftiges Ich. Aus einem nüchternen Experiment wird ein zärtlicher Versuch, die Welt festzuhalten.
Ein Erzähler mit sieben Semestern Germanistik und dem festen Glauben, dass jeder Gang zum Bäcker ein griechisches Epos ist. Eine Frau aus Oldenburg, die dafür ungefähr so viel übrig hat wie für eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung. Und ein Kater namens Dieter, der sich für beides nicht interessiert.
Die Sammlung versammelt Kurzhörspiele, in denen Figuren ihre Wirklichkeit neu prüfen müssen. Es geht um Körperempfinden, Erinnerung, Beobachtung, innere Stimmen, fremde Deutungen und die fragile Grenze zwischen Gewissheit und Zweifel.
Viele Stücke sind intim, melancholisch oder verletzlich. Manche wirken beklemmend oder unheimlich, andere eher zärtlich und tröstlich. Gemeinsam ist ihnen eine große Nähe zu den inneren Bewegungen der Figuren.
In einzelnen Hörspielen ja. Befund: Unauffällig verbindet Wahrnehmung mit chronischer Krankheit, ME/CFS, Vertrauen und dem Ringen um Anerkennung. Andere Stücke nähern sich dem Thema über Erinnerung, Einsamkeit, Schuld oder Fürsorge.
Die Hörspiele stehen nicht als Serie in einer fortlaufenden Handlung. Sie sind thematisch verbunden, weil sie Wahrnehmung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen, körperlich, emotional, sozial und erinnernd.