47 Entwürfe
Nora schickt Sprachnachrichten, löscht Wahrheiten und hält eine Freundschaft am Leben, während ihre Welt kleiner wird. Was bleibt, wenn Erklären zu viel Kraft kostet?
Zärtlichkeit ist bei Nachklang keine weiche Ausrede, sondern eine genaue Art des Hinsehens. Diese Sammlung führt zu Kurzhörspielen, in denen Menschen einander halten, obwohl vieles brüchig geworden ist. Es geht um Fürsorge, Erinnerung, Abschied, Vertrauen und die kleinen Gesten, die manchmal mehr sagen als eine Erklärung.
Nora schickt Sprachnachrichten, löscht Wahrheiten und hält eine Freundschaft am Leben, während ihre Welt kleiner wird. Was bleibt, wenn Erklären zu viel Kraft kostet?
Jonas und Nora räumen ihre Wohnung aus und finden in jedem Raum eine andere Version ihrer Liebe. Eine Schallplatte wird zum letzten Versuch, richtig zuzuhören.
In einer Prager Uhrmacherwerkstatt spielt ein alter Schachautomat weiter, als hätte er etwas begriffen. Eine KI-Entwicklerin sucht den Fehler und findet eine Frage.
Im Mondschatten eines beschädigten Schiffes findet eine Kadettin eine alte Brotdose. Was darin liegt, macht aus einem Auftrag eine Entscheidung.
Jeden Morgen schreibt Gerold auf einer Parkbank über das schlafende Viertel. Seine Beobachtungen sind Liebesdienst, Flucht und ein letzter Halt zugleich.
Manchmal reicht ein Augenblick, und die Welt wird weicher. Eine leise, verspielte Begegnung über Nähe, Aufmerksamkeit und das ungewohnte Gefühl, nicht ausweichen zu müssen.
Jens Berger wird erzählt, obwohl er nur in Ruhe gelassen werden will. Zwischen trockenem Kommentar und echtem Leben beginnt er, seiner Geschichte zu widersprechen.
Cora archiviert Gerüche, Farben und Berührungen für ein zukünftiges Ich. Aus einem nüchternen Experiment wird ein zärtlicher Versuch, die Welt festzuhalten.
Margret will den Schrebergarten ihres verstorbenen Mannes auflösen. Zwischen Erde, Werkzeug und Gewohnheiten entdeckt sie, dass Liebe manchmal sehr spät spricht.
Ein alter Koch will sein Gulaschrezept bewahren. Doch zwischen Kümmel, Paprika und Zwiebeln tauchen Erinnerungen auf, die keine Zutat ersetzen kann.
Seit Jahrzehnten pflegt Heinrich eine Pflanze, die längst nicht mehr leben sollte. An einem Frostmorgen antwortet sie und stellt eine letzte Frage.
Beim Ausräumen der Wohnung seiner Mutter findet Jonas siebenundzwanzig gespeicherte Nachrichten. Jede klingt kurz und reicht doch weiter, als er erwartet.
Beim Ausräumen der väterlichen Wohnung finden Sabine und Matthias eine Kassette. Darauf wartet keine große Rede, sondern eine Einladung, anders weiterzuleben.
Zärtlich bezeichnet Hörspiele, in denen Nähe, Fürsorge und Aufmerksamkeit eine zentrale Rolle spielen. Die Stücke können traurig, angespannt oder verletzlich sein, doch sie behandeln ihre Figuren mit Genauigkeit und Wärme.
Nicht unbedingt. Einige Stücke dieser Sammlung haben eine tröstliche Bewegung, andere bleiben bedrückend oder leise verzweifelt. Zärtlichkeit meint hier vor allem die Art, wie Menschen, Erinnerungen und Konflikte betrachtet werden.
Häufig begegnen Themen wie Erinnerung, Verlust, Trauer, Fürsorge, Familie, Liebe, Vertrauen und Vergänglichkeit. Auch Einsamkeit, Schweigen und Krankheit können eine Rolle spielen, ohne dass die Geschichten ihre Figuren darauf reduzieren.
Diese Kurzhörspiele wirken besonders, wenn man ihnen Raum gibt. Viele Details liegen in Pausen, Zwischentönen und wiederkehrenden Gegenständen. Sie eignen sich für konzentriertes Hören, nicht für nebenbei.