Die Handschrift
Nach der letzten Medea-Vorstellung teilen zwei Schauspielerinnen eine Garderobe. Ein altes Regiebuch öffnet eine Geschichte, die keine Rolle mehr verdeckt.
Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist in diesen Hörstücken kein einfaches Herkunftsmotiv. Sie erscheint als Spur im Körper, in Sätzen, die nie gesagt wurden, in Rollen, die übernommen oder zurückgewiesen werden. Die Sammlung versammelt Geschichten über Nähe, Prägung, Schuld, Erinnerung und die Frage, was von einer Mutter bleibt, wenn die Tochter ihre eigene Wahrheit sucht.
Nach der letzten Medea-Vorstellung teilen zwei Schauspielerinnen eine Garderobe. Ein altes Regiebuch öffnet eine Geschichte, die keine Rolle mehr verdeckt.
Hier findest du Kurzhörspiele, in denen Herkunft, Prägung, Erinnerung und unausgesprochene Konflikte zwischen Mutter und Tochter eine wichtige Rolle spielen. Im Mittelpunkt stehen keine einfachen Familienbilder, sondern ambivalente Beziehungen mit emotionaler und psychologischer Tiefe.
Der Schwerpunkt liegt auf dramatischen, intimen und verletzlichen Stoffen. Trost kann entstehen, aber nicht als schnelle Beruhigung. Die Geschichten arbeiten eher mit Spannung, Erinnerung und der Möglichkeit, eine verdrängte Wahrheit hörbar zu machen.
Weil diese Beziehung oft weit in die Vergangenheit reicht. Erinnerungen prägen, was Figuren über sich wissen, was sie verschweigen und welche Rollen sie übernehmen. In den Hörspielen wird Erinnerung nicht nur erzählt, sondern als gegenwärtige Kraft spürbar.
Die Stücke konzentrieren sich auf verdichtete Situationen. Sie geben Einblick in Konflikte, Beziehungen und innere Bewegungen, ohne alles auszuerklären. Gerade das macht den Nachklang stark, weil nach dem Hören Fragen offen bleiben dürfen.